Interview

Lauras Zeit in London

Erfahrungsbericht Duales Studium DHBW Bad Mergentheim London

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Ein zweisprachiger Studiengang, der sprachliche und interkulturelle Kompetenzen vermittelt und damit optimal auf eine Karriere in einem internationalen Unternehmen vorbereitet.

Laura Frank hat BWL-International Business am Campus Bad Mergentheim der DHBW Mosbach studiert. Davor war sie fast ein Jahr in London – ihre Eindrücke und Erfahrungen jetzt hier im career21-Interview.

#Studium allgemein
Hallo Laura, was waren denn Deine Gründe für ein DHBW Studium?
Der Grund für mein duales Studium ist die Verzahnung von Theorie und Praxis. In den Theoriephasen werden theoretische Grundlagen und Modelle erläutert, welche in der Praxisphase am besten gleich angewendet werden können.

Warum dieser Studiengang?
Auf Grund meiner Affinität und Liebe zu Sprachen habe ich mich für das englischsprachige BWL Studium „International Business“ entschieden.

Wie bist Du auf das Ausbildungsunternehmen gekommen?
Die Firma Roto Frank Dachsystem-Technologie genießt in der Region einen sehr guten Ruf.

Wieviele Bewerbungen hattest Du geschrieben?
Es waren insgesamt ungefähr zehn Bewerbungen und einige Zusagen. Somit hatte ich die Wahl zwischen mehreren Ausbildungsstätten.

Wie wichtig ist Dir das Gehalt während des Studiums?
Das Gehalt während des Studiums spielte für mich eine eher untergeordnete Rolle, denn primär wollte ich eine gute und fundierte Ausbildung in einem Unternehmen erhalten.

#Ausland – Semester – Berufliche Aufenthalte
Vor Deinem Studium bist Du zehn Monate in London bei einem schwedischen Konzern aus dem Baugewerbe tätig gewesen. Was genau hast Du da gemacht?
Unser Projekt war die Erschließung der neuen U-Bahn Linie in London. Ich war hier im Rohstoff-Controlling tätig.

Welche Erfahrungen hast Du mit Leben und Arbeiten in London gemacht?
Alles wird gut, so wie es kommt. Die Londoner sind sehr entspannte und lustige Menschen. Ich habe mich dort sehr gerne aufgehalten und denke gerne an die aufregende Zeit in der Weltmetropole London zurück. Du kannst innerhalb einer halben Stunde Münchener Schickimicki-Vibes oder Berlin Kreuzberg erleben.

Aber auch das kulturelle Programm ist außergewöhnlich. Ich war noch in keiner Stadt mit so vielen Museen (welche meistens umsonst sind). Das Leben dort ist sehr aufregend und jeder Stadtteil erzählt seine eigenen Geschichten. London ist aber auch eine extrem schnelllebige Stadt und es ist schön, am Wochenende nach Brighton an den Strand zu fahren oder mit dem Zug nach Schottland.

Generell liebe ich es, andere Kulturen, Denkweisen, Essen und Mode kennenzulernen und in diese Welt einzutauchen. Und nun zu den After-Work-Tätigkeiten: Meistens sind wir gleich nach der Arbeit noch in einen Pub gegangen, haben Karaoke gesungen oder ein Pub Quiz gespielt. Die Zusammengehörigkeit und das Wir-Gefühl in unserem Team waren sehr gut.

Du hast letzten Sommer ein Auslandssemester an einer der SKY-Universitäten in Südkorea absolviert. Würdest Du dieses Auslandssemester und die Hochschule (Korea University) empfehlen?
Auf jeden Fall! Das koreanische Bildungssystem und deren Herangehensweise an der Universität ist sehr fortschrittlich. Das Studieren dort hat mir sehr großen Spaß gemacht.

#Zukunft
Du hast kürzlich Dein Studium abgeschlossen und bist jetzt Bachelor of Arts.
Gibt es Pläne für den weiteren Berufsweg?

Roto Frank ist als eine Prozessorganisation aufgebaut. Ich arbeite in der Prozess- und Organisationsentwicklung und bin Hauptprozessleiter für den Prozess Change Leadership. Der Job erfüllt mich und macht mir großen Spaß! Um mein Wissen zu vertiefen, darf ich mit der großzügigen Unterstützung meines Unternehmens ab Januar 2022 nebenberuflich einen Master in Wirtschaftsinformatik und IT-Management belegen.

Planst Du eine Tätigkeit im Ausland?
Derzeit ist nichts geplant, falls mein Arbeitgeber eine interessante Möglichkeit anbietet, bin ich auf jeden Fall dabei!

#Location
Du hast in Bad Mergentheim studiert – was bietet die Stadt als Studienort?
Wie es so oft ist: Ich komme aus der Region und irgendwann ist man blind wie schön eine Stadt sein kann. Ich fühle mich sehr wohl im lieblichen Taubertal. Meine Freunde leben hier, Würzburg ist sehr nah und Bad Mergentheim ist ein wunderschönes Kurstädtchen. Seit meiner Rückkehr aus London habe ich eine Wohnung in Bad Mergentheim.

Gibt es interessante Freizeitmöglichkeiten?
Natürlich! Ob in Bad Mergentheim, Würzburg oder Stuttgart – ich finde immer interessante Tätigkeiten, welche mich ansprechen. Generell gehe ich mit offenen Augen durch das Leben und bin neugierig, neue Tätigkeiten und Wissensfelder für mich zu erschließen.

#Alltag Theorie und Praxis
Wie hat ein Tag in der Praxis ausgesehen?
In den Praxisphasen war ich in verschiedenen Prozessen im Unternehmen. Somit lernte ich die Prozesse kennen und verstehe, wie diese verzahnt sind. Zudem bietet es den Vorteil, dass ich meine Stärken in den Prozessen ausbauen konnte.

Fühltest Du Dich mehr als Studentin oder als Arbeitnehmerin?
Ich habe mich während der Studienzeit in den Praxisphasen mehr als Arbeitnehmerin gesehen, da mich die Kollegen nett aufgenommen haben und ein hoher Wissenstransfer stattfand.

Wie sah ein Tag an der DHBW in Bad Mergentheim aus?
Der Studientag begann meistens um 9:00 Uhr morgens im Schloss in Bad Mergentheim. In der Mittagspause sind wir oft essen gegangen und meistens war um 17:00 Uhr Feierabend. Nach dem Feierabend mussten wir oft noch Aufgaben erledigen oder lernen.

Was, glaubst Du, unterscheidet ein duales Studium zentral von einem an Uni oder Hochschule?
Das duale Studium bietet die Möglichkeit, Theorie und Praxis sehr gut zu verzahnen und anzuwenden.

Was ist arbeitsintensiver – Theorie- oder Praxisphase?
Beides ist auf seine Art und Weise arbeitsintensiv. Bei meinem Unternehmen hat es mir aber mehr Spaß gemacht, als in der Hochschule.

#Familie, Freunde, Hobbys
Wenn Du nicht gerade lernst oder arbeitest – was machst Du dann am liebsten?
Ich probiere sehr gerne neue Sachen aus. Gerade bin ich dabei, das Töpfern zu Erlernen, was mir sehr viel Spaß bereitet. Länger im Hobby-Kader befindet sich Kochen, Backen, Rennrad fahren, Kultur und Mode, Reisen (gerne auch in Länder, an die nicht jeder denkt wie zum Beispiel Jordanien, Japan, Nepal, Nordkorea) aber natürlich auch mit Freunden treffen.

Wie haben Freunde, Schulkollegen und Familie auf Deine Idee mit dem Dualen Studium reagiert?
Das duale Studium ist bei meinem Umfeld sehr beliebt und bekannt, deshalb waren die Reaktionen durchweg positiv.

Würdest Du die Entscheidung wieder so treffen?
Auf jeden Fall!

Ermöglichte Dir Dein Gehalt einen anderen Lebensstil als andere Studierende, die Du kennst?
Kann ich schlecht beurteilen, da ich nur dualer Student war – aber von außen betrachtet würde ich die These aufstellen, dass ich sorgenloser in Bezug auf monetäre Angelegenheiten, wie Urlaub, sein konnte.

Laura wir bedanken uns für das Interview und wünschen Dir für die Zukunft alles Gute!

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